Zum Menü gehen | Zum Inhalt gehen

Inhalt Start
» Für eigentlich drinnen lebende Kaninchen
» Der Garten mit Freigehege - Gartenhaltung von Kaninchen
» Richtige Außenhaltung
Aktuelle Seite: Nagetiere-Online.de | Kaninchen | Außenhaltung bzw. Gartenhaltung von Kaninchen
Sollten Sie einen Balkon oder eine Terrasse besitzen, können Sie Ihrem Kaninchen auch mal ein wenig Abwechslung gönnen. Wegen der Absturzgefahr von einem Balkon müssen Sie vorher aber dafür sorgen, dass alle Ritzen zwischen der Balkonbrüstung und dem Boden verschlossen sind. Den kalten Boden sollten Sie außerdem mit einer Wolldecke abdecken, weil Kaninchen sich sehr leicht erkälten. Anfangs ist es Nachts ratsamer, die Tiere wieder in die Wohnung zu holen, damit sie sich nicht verkühlen (Temperaturschwankungen beachten !!).
Wenn Sie den Käfig oder Stall nach draußen stellen, sorgen Sie für ein wenig Schatten durch Bäume, einen Sonnenschirm oder notfalls ein altes Handtuch, womit Sie den Käfig abdecken können. Die Luft darf sich innerhalb des Käfigs nicht zu weit aufheizen (Sauna), sonst kann es zu einem Hitzeschock kommen. Den Stall und das Gehege niemals in die pralle Sonne stellen. Wenn Ihre Tiere nach einem Winter in der Wohnung wieder nach draußen dürfen, gewöhnen Sie sie langsam und erst bei gemäßigten Frühlingstemperaturen in größer werdenden Zeitspannen daran. Ohne eine Eingewöhnung an die Aussenhaltung dürfen Sie Ihre Tiere niemals über Nacht draußen lassen!
Sollten Sie einen Garten besitzen: Bauen Sie Ihren Schützlingen ein Freigehege beziehungsweise Aussengehge. Im Zoofachhandel können Sie kleinere Freigehege bekommen, aber es lässt sich mit ein wenig Geschick auch selber basteln. Alles, was Sie für Ihr Aussengehge benötigen, bekommen Sie im Baumarkt. Diese Möglichkeit ist auch perfekt für die Haltung einer ganzen Kaninchenfamilie.
Das Gehege sollte so groß wie möglich sein, mindestens aber 2 Quadratmeter (bei zwei Tieren).
Setzen Sie Holzpflöcke in gleichmäßigem Abstand auf die Erde, die Sie vorher mit Maschendraht umspannt haben. Kaninchen können über einen niedrigen Zaun springen, und bedenken Sie, dass gerade wegen anderen Tieren wie z.B. Katzen, Hunden und großen Vögeln der Zaun etwas höher sein muss. Genaugenommen dient er nicht dazu, die Kaninchen drinnen, sondern den Rest draußen zu halten. Da Kaninchen einen ausgeprägten Hang zum Buddeln haben, legen Sie ein grobmaschiges (dass das Kaninchen nicht mehr durch passt) auf den Boden, möglichst eins, was ein Stückchen über die Abmaße des Geheges hinaus reicht. Im Gehege sollte ein großes stabiles Holzhaus mit Dach stehen, damit die Kaninchen sich dorthin zurückziehen können, wenn es mal regnet oder andere Gefahr droht. Dieses Haus sollte auf jeden Fall mit Holzschutzmittel (ungiftig!!!) behandelt sein, damit es der Witterung stand hält. Auch sollten sich andere Spielsachen in dem Gehege befinden wie etwa Hindernisse aus Ziegelsteinen, Röhren, Äste etc. Selbstverständlich müssen Sie auch Futternäpfe und Wassernäpfe im Käfig platzieren, die wegen der Witterung meist schneller als in der Wohnung gereinigt werden müssen. Bei Freigehegen möchte ich hier noch einmal auf die super Beispiele beim Kaninchenweb verweisen. Wer da nichts findet, ist selber schuld...
Für Kaninchen, die das ganze Jahr über in Aussenhaltung im Garten leben, bekommt man in jeder Zoohandlung einen wintergeeigneten Stall. Meist sind diese Ställe aus dickerem, imprägnierten stabilen Holz, um die Belastung der unterschiedlichen Temperaturen im Sommer und Winter stand zu halten und Sonne und Wind fernzuhalten.
Eine gute Isolierung ist sehr, sehr wichtig! Aber das ist auch schon die einzige positive Eigenschaft der günstig angebotenen Außenkäfige. Das Platzangebot ist meistens so minimal, dass die Tiere sich gerade einmal umdrehen können. Kommt es zwischen den Tieren einmal zu Streitereien, besteht dort keine Ausweichmöglichkeit.
Solch Kleinstbehausungen müssen unbedingt mit einem großen Außengehege kombiniert werden!
Aus diesem Grund sollten Sie selber oder jemand mit handwerklichem Geschick eine artgerechtere Unterbringung in entsprechender Größe bauen.
Damit ganzjährig draußen lebende Kaninchen gut durch die kalte Jahreszeit kommen, brauchen sie genügend Bewegung. Das Freigehege sollte deshalb immer zur Verfügung stehen und eventuell bei schneidendem Wind geschützt werden. Die Kaninchen brauchen so viel Platz im Gehege, dass sie sich mit "Sport" warm halten können. Dazu gehören Spurts und Haken schlagen.
Da der Käfig aus Kälteschutzgründen oft nicht auf dem Boden steht, muss er mit entsprechender Einstreu versehen werden. Dabei können Sie sich an den Vorgaben für eine Wohnungshaltung orientieren. Bei einer Außenhaltung spielt Stroh eine ganz entscheidende Rolle, da es rückwärmend reagiert.
Die offene Seite des Käfigs sollte in Richtung vormittäglicher Sonne (Osten) zeigen, damit wenigstens ein paar mildere Sonnenstrahlen mal das Innenleben des Käfigs erhellen, aber nicht so, dass der Käfig hinterher in der prallen Sonne steht (Gefahr eines Hitzschlags).
Auch hier bitte an Futternapf und Tränke denken und dem Tier ab und zu richtigen Auslauf bieten.
Im Winter wird das ganze zum Belastungstest.
Grünfutter und Wasser gefriert oft schneller, als sie es zu sich nehmen können. Das Wasser sollte deshalb mehrmals täglich leicht erwärmt ausgetauscht werden. Vor allem in Nippeltränken mit einem schmalen Metallrohr ist die Eisbildung sehr hoch. Deshalb sollte besser auf einen Napf ausgewichen werden.
Einzelkaninchen gehören gerade im Winter nicht nach draußen und vor allem nicht in einem Stall. Sie verkümmern - denn wer ist draußen schon mehrere Stunden täglich da, um sich mit ihnen zu beschäftigen?
Inhalt Ende